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Real Life Diskussion: Mobilität der Zukunft?

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BloodSKreaper

Vorarbeiter
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Minecraft
BloodSKreaper
Guten Tag,

seit einigen Jahren immer wieder die E-Mobilität als Zukunft angepriesen wird frage ich mich gelegentlich, ob das tatsächlich so sinnvoll ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Sicher ist auf jeden Fall eines: Es gibt in Deutschland zu viel Verkehr auf den Straßen und in seiner derzeitigen Form produziert dieser zu viele Abgase. Was also spricht gegen Elektroautos mit Batterien? Die Autos würden dann ja keine Abgase mehr erzeugen.

Dass ein Elektroauto im Alltagsbetrieb weniger Abgase erzeugt als ein Verbrenner scheint für jeden klar, der schon einmal neben einem fahrendem Elektroauto gestanden hat. Allerdings muss man aber berücksichtigen, dass ein E-Auto auch irgendwoher die gespeicherte Energie nehmen muss. Erzeuge Deutschland all diese Energie aus erneuerbaren Quellen, so wäre hier kein Problem, aber in Deutschland sind wir noch lange nicht so weit. Mehr als 61% des Stroms stammt aus nicht erneuerbaren Energieträgern wie Kohle oder Erdgas. Okay, aber der Kohleausstieg ist ja bis 2038 geplant, das heißt ja wir erzeugen dann unseren Strom ohne fossile Brennstoffe, oder? Nein das kann man so leider nicht sagen. Während der Anteil der Kohle an der Energieerzeugung abnimmt nimmt nicht nur der Anteil der erneuerbaren Energien zu, sondern auch Erdgas ist im Kommen. Es werden Erdgas-Pipelines gebaut, Gaskraftwerke errichtet und Erdgas wird als klimafreundlicher Energieträger angepriesen, was schlicht falsch ist. Per Definition ist Erdgas ein fossiler Brennstoff. Das heißt auch hier wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt, der seit Millionen von Jahren in der Erde eingelagert ist. Abgesehen davon ist Methan, ein Hauptbestandteil des Erdgases noch klimaschädlicher als CO2 und bei der Erzeugung und beim Transport von Erdgas entweicht ein nicht unwesentlicher Anteil des Methans in die Erdatmosphäre. Hierbei gibt es aber leider keine verlässlichen Messwerte, da oftmals die offiziellen Werte im Vergleich zu den Messwerten von NGOs geringer sind. Es hat fast den Anschein, als wolle man das Problem verbergen. Solange man aber immernoch auf fossile Energieträger zurückgreift kann man definitiv nicht von klimafreundlicher Energieerzeugung sprechen. Im Vergleich zur Kohleenergie hat man höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, aber das verhindert nicht, dass kontinuierlich CO2 in die Atmosphäre geblasen wird. Zusammenfassend kann man also sagen, dass Elektroautos nur auf den ersten Blick ohne stetige CO2-Emissionen auskommen und klimafreundlich sind. Abgesehen davon wurden die Emissionen, die bei der Herstellung eines Elektroautos um ein wesentliches höher sind als bei der Herstellung eines Verbrenner-PKWs noch garnicht berücksichtigt...
Das Problem liegt auf der Hand: Es wird nicht vollständig auf erneuerbare Energien umgestiegen.

Dabei haben erneuerbare Energien ein so großes Potential und sind tatsächlich klimaschonend. Natürlich ist es schwierig Wind-Strom aus der Nordsee im Süden Deutschlands zu nutzen, aber wenn der Transport über Oberleitungen nicht funktioniert müssen eben andere Möglichkeiten geschaffen werden. So wäre es denkbar, dass Wasser mit dem Strom der Windräder mittels Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten wird. Dieser so gewonnene Wasserstoff könnte dann über Pipelines, Schienen, oder über Binnenschiffe transportiert werden und schließlich dort für die Stromerzeugung eingesetzt werden, wo der Strom benötigt wird. Natürlich ginge bei der Umwandlung von Strom zu H2 zu Strom Energie verloren, aber bis jetzt gibt es noch keine wirkliche Lösung, mit der Strom nachhaltig gespeichert werden kann, weshalb alternativ die Windräder wegen Überproduktion einfach still stehen. Außerdem könnten mit dem Wasserstoff nicht nur Strom-Kraftwerke angetrieben werden, sondern mit Wasserstoff als Energieträger könnten Autos, LKWs, Busse direkt betrieben werden, alte Diesel-Loks durch Wasserstoff-Züge ersetzt werden und die dreckigen Schiffsmotoren durch an Elektromotoren gekoppelte Brennstoffzellen ersetzt werden. Das Beste dabei: Als Abgas entsteht nur Wasser.

Leider sind derzeitig solche Technologien noch sehr teuer und werden deshalb höchstens von umweltbewussten Städten unterstützt. Allerdings hat man hierbei das Problem, dass zur Zeit der Wasserstoff hauptsächlich aus fossilen Energieträgern stammt, zum Beispiel aus Erdgas. Hieran ist recht schnell ersichtlich, dass es der Natur nichts nützt, wenn Endnutzer auf Wasserstoff-Technologien umsteigen. Es muss bereits beim Erzeuger von Wasserstoff mit nachhaltigen Ressourcen gearbeitet werden.

Am einfachsten lässt sich aber dennoch die Umwelt schonen, indem schlicht und ergreifend nicht so viel Energie verbraucht wird. Hiermit meine ich nicht nur, dass man die alten Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt, sondern auch einfach auf das eigene Auto verzichtet und den öffentlichen Personen-Nahverkehr nutzt. Gleichzeitig führt das zu weniger Verkehr auf deutschen Straßen. Natürlich ist es Wichtig, dass Anbieter des ÖPNV genügend Verbindungen anbieten, um die Nutzung attraktiv zu gestalten. Während dies dazu führen würde, dass die sowieso schon viel zu teuren Tickets noch teurer werden sehe ich die Politik in der Pflicht ÖPNV-Anbietern genügend Steuergelder zur Verfügung zu stellen um einen Preisanstieg zu vermeiden. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Thema, das die komplette BRD betrifft.

Aber nicht nur im Personenverkehr sollte man auf diese Art Energie sparen: Während die Deutsche Bahn seit Jahren Schienen zurückbaut, verlagert sich der Güterverkehr immer stärker auf die Straßen. Diese Entwicklung sollte auf jeden Fall gestoppt werden und im Besten Falle komplett umgekehrt werden --> Mehr Schienen, Weniger LKW-Verkehr. Vereinzelte verlassene Gleise in Industriegebieten lassen vermuten, dass es mal eine Zeit gab, in der Güter direkt vom Produzenten auf Schienen gebracht wurden... Das Ziel sollte sein, dass LKW nurnoch dafür eingesetzt werden um Güter von Güterbahnhöfen zum Endkunden zu bringen und nicht dafür um Güter einmal durch die ganze Bundesrepublik zu transportieren um die Güter im Süden auf die Gleise zu verfrachten.


Um das Problem des zu starken Verkehrs sowie der Umweltbelastung durch Abgase zu beheben wäre also eine weitreichende Reform des Energienetzes und Verkehrsnetzes sowie ein Umdenken nötig. Ich sehe die Politik in der Pflicht Entscheidungen zu treffen um eine wirkliche Energiewende und umweltschonende Fortbewegung zu ermöglichen bzw. zu fördern. Gerne auch mal mit revolutionären Ideen wie Nachtfahrverbote für LKWs, Verbieten des KFZ-Verkehrs in Städten oder der Wieder-Verstaatlichung der Deutschen Bahn. Dies sollte aber mit entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen einhergehen, denn keiner Verzichtet auf sein Auto, wenn er dann nicht mehr zu seiner Wohnung kommt.

Freundliche Grüße
BloodSKreaper
 
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Baba43

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Ich glaube, dass die Gesellschaft das Problem in dieser Form gar nicht mehr hätte, wenn wir den Kapitalismus überwinden könnten. Man bräuchte weder so viele Transportmittel, noch müssten alle Menschen zur selben Zeit im Stau stehen, um sinnlosen Tätigkeiten nachzugehen und man hätte auch keine Lobby für das ein oder andere Transportmittel, sondern man könnte stets die Technologien entwickeln, umsetzen und nutzen, die für Mensch und Umwelt am besten sind.

Ja, diese Meinung geht etwas weiter als das Thema, aber ich glaube mittlerweile, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Wir beschweren uns andauernd über die völlig logischen Konsequenzen eines Systems, das sich selbst dient und nicht dem Menschen. Vielleicht sollte man etwas tiefer graben, um die Ursachen der Probleme zu finden, denn selbst wenn man noch ein paar Tropfen verhindern kann, wird das Fass überlaufen.
 

BloodSKreaper

Vorarbeiter
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BloodSKreaper
Interessante Sichtweise, aber schlicht sagen, dass Kapitalismus daran schuld sei finde ich etwas fragwürdig. Welche Belege hast du dafür und hast du Alternativen, die klar überlegen sind? Du bestreitest aber sicherlich nicht, dass man auch für ein "nichtkapitalistisches" System Energie benötigt unter Anderem für Forschung und Medizin. Auch benötigt man Arbeitskräfte, die nicht immer an ihrer Arbeitsstelle wohnen -> Personenverkehr. Ebenfalls müssen die Leute von etwas leben und nicht überall wird Nahrung erzeugt -> Güterverkehr
Das heißt so einfach kann man sich die Beantwortung dieser Frage bzw. des Problems nicht machen.

Freundliche Grüße
BloodSKreaper
 

Daniel

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Loewengrube
Du bestreitest aber sicherlich nicht, dass man auch für ein "nichtkapitalistisches" System Energie benötigt unter Anderem für Forschung und Medizin. Auch benötigt man Arbeitskräfte, die nicht immer an ihrer Arbeitsstelle wohnen -> Personenverkehr. Ebenfalls müssen die Leute von etwas leben und nicht überall wird Nahrung erzeugt -> Güterverkehr
Was @Baba43 damit wahrscheinlich meint, ist der Fakt, dass in einem weitgehend freien kapitalistischen System nur Einzelinteressen von Bedeutung sind. Zwar fußt das Ganze auf dem Modell, dass eine Hand die andere wäscht, aber Ressourcen werden hauptsächlich zum Erreichen kleinerer Ziele anstelle wichtiger Meilensteine eingesetzt. In einer Welt, in der Energie, Geld und Arbeitskraft gezielt und zentral gesteuert zur Verwirklichung großer Ziele wie Umweltschutz, Bekämpfung des Welthungers und was weiß ich noch alles eingesetzt werden, kommt die Menschheit in ihrer Entwicklung schneller voran. Zumindest theoretisch. Praktisch gab es das schon als Planwirtschaft im Kommunismus und war absoluter Schrott, aber im Kopf oder Computerspielen funktioniert es halt doch. :p

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Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Umwelt- und Klimaschutz ist ein leidiges Thema, weil es immer zu Lasten der Wirtschaft und der eigenen Bequemlichkeit geht - wird zumindest behauptet. Hätte man beim Aufkommen der Klimabedenken gehandelt und frühzeitig umfassende Vorbereitungen zur Energiewende und Grundlagenforschung getroffen, würde heute niemand schreien, dass die Wirtschaftsleistung einbricht.

Wenn es um den Wandel der Energiequellen geht, ist das mit Investitionen und Verlusten verbunden. Kein Unternehmen steckt freiwillig Unmengen an Geld in Forschung und Erschließung neuer Energien, wenn Politik und Kunden keinen Anlass dazu geben. Kein Politiker (bzw. Regierungspolitiker) ruft zu sofortigen Umstrukturierungen auf, wenn er dafür wichtige Wahlkampfspenden von Unternehmen verliert oder den massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen im Ruhrgebiet zu verantworten hat. Und kein Bürger verzichtet freiwillig auf seinen Lebensstil und -standard, wenn ihm keine ebenso komfortablen Alternativen geboten werden. Dass Unternehmen, die nicht in die Zukunft investieren, in 20 Jahren nicht mehr existieren und 10.000 Arbeitsplätze ein feuchter Witz gegen das Aussterben der menschlichen Rasse sind, mag zwar den meisten Entscheidungsträgern klar sein, aber wenn die Auswirkungen ihres Handelns eintreten und jegliche Gegenmaßnahmen zu spät kommen, sind sie schon lange dabei, zur nächsten Erdgasquelle zu werden.

Ökologie und Ökonomie sind wichtige Bestandteile meines Studiums und alleine an der Baubranche sieht man, wie sehr die Entwicklung schleicht. Es liegt dabei keinesfalls am Stand der Wissenschaft, sondern an Bequemlichkeit und Nachlässigkeit, dass Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft so hinterherhinkt. Unmengen an Energie gehen vor allem im Gebäudebestand flöten, was selbstverständlich ist, wenn man bedenkt, dass vor 30 Jahren Dämmung noch ein exotisches Fremdwort war und heute keiner mehr spontan 70.000€ übrig hat, um eine umfassende energetische Sanierung durchzuführen. Die meisten Gütesiegel besitzen die Aussagekraft eines Horoskops, die meisten Standards unter dem eines Passivenergiehauses sind salopp gesagt Schwachsinn und letzteres verbraucht beim Bau die gesamte Energie mehr, die es in seiner Lebenszeit einsparen würde.

Ich vertrete die radikale Meinung, dass eine Vernachlässigung des Umweltschutzes und Klimawandels nichts Geringeres als Völkermord an einer unbestimmten Anzahl zukünftiger Generationen ist, auf ein paar hundert Milliarden Menschenleben sollte man schnell kommen. Allerdings kann ich es auch keiner Partei übel nehmen, nicht konsequent durchzugreifen. Böse formuliert könnte man sagen, dass konsequentes Handeln in einer Demokratie wie der unseren gar nicht möglich ist: Keine Regierung, die den sofortigen Energiewandel fordert, wird in 4 Jahren erneut gewählt und keine wirklich fundamentale und schmerzhafte Maßnahme überlebt die Nachfolgeregierung. Wie soll man auch dem eigenen Volk erklären, seine Lebensweise zu ändern und auf einen Teil seines Wohlstands zu verzichten, wenn der Rest der Welt fleißig weiter den Planeten um seine Kohle erleichtert? Selbst kleinste Maßnahmen wie der Bau von Windrädern, Fahrverbote in Städten oder Geschwindigkeitsbegrenzungen münden in Bürgerinitiativen und inszenzierten Volksaufständen. Und wie soll man den aufstrebenden Entwicklungsländern, die nun auch endlich im Industriezeitalter angekommen sind, klarmachen, dass sie auf die Jahrzehnte voller Entwicklung und Wohlstand, die der Westen auf Kosten des Planeten durchlaufen hat, nun verzichten sollen, um unser aller Hintern zu retten? Das beste, was man in so einer Situation machen kann, ist das Formulieren von gerade noch akzeptabel klingenden Klimazielen, die in ferner Zukunft erreicht werden sollen, damit es an der künftigen Generation liegt, diese Vereinbarungen zu brechen.

Ich mag das alles zynisch sehen, aber an einen wirklichen Sinneswandel glaube ich nicht. Selbst in Ländern mit hohem Bildungsgrad ist nur ein erschreckend geringer Teil der Bevölkerung für diese Themen sensibilisiert und man sammelt keine Volksmassen hinter sich, wenn die konkreten Auswirkungen noch nicht zu spüren sind - wenn es aber soweit ist, bleibt uns eh nur noch, die letzten verbleibenden Jahre lang die Sau rauszulassen. Wer ein schlechtes Gewissen hat, soll Energiesparlampen kaufen, den PC nur 22 von 24h laufen lassen und die Grünen wählen (die ihre Ziele sowieso über den Haufen werfen, sobald sich ihnen die Chance auf eine Regierungsbeteiligung bietet).

MfG Daniel
 
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Baba43

Ehem. Teammitglied
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Ich möchte das Thema nicht zu weit entfremden, aber noch ganz kurz hierzu:

Praktisch gab es das schon als Planwirtschaft im Kommunismus und war absoluter Schrott
Diese Einstellung geht davon aus, dass wir derzeit etwas haben, das nicht "absoluter Schrott" ist und das sehe ich eben anders. Für mich ist der aktuelle Zustand logisch betrachtet eine Katastrophe und ein Armutszeugnis an die vermeintlich überliegendste Spezies auf diesem Planeten. Das ist aber wohl Ansichtssache und gehört in jedem Fall nicht in diesen Thread :)

Wer sich trotzdem dafür interessiert, dem empfehle ich Volker Pispers.
 
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BloodSKreaper

Vorarbeiter
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BloodSKreaper
ARTE hat eine interessante Doku zum LKW-Verkehr in Deutschland veröffentlicht:
oder https://www.arte.tv/de/videos/081593-000-A/wahnsinn-lkw/
Der tägliche Wahnsinn auf unseren Autobahnen: Fast 80 Prozent der Güter werden von Lkw transportiert. Und Berechnungen belegen: Rechnerisch sind über ein Drittel der Laster leer. Billiger Diesel, osteuropäische Fahrer, die zu Dumpinglöhnen arbeiten und eine klare Bevorzugung der Investitionen in die Straße machen den Lkw-Transport künstlich billig. Leidtragende sind wir Bürger. Fast 80 Prozent aller Waren und Güter werden mit dem Lastwagen transportiert. Mit drastischen Folgen für uns Bürger: Staus, Umweltverschmutzung, Gesundheitsrisiken, kaputte Straßen. Ein einziger Lkw richtet an unseren Autobahnen und Brücken so viel Schäden an wie 60.000 Pkws. Dabei fährt rechnerisch jeder dritte Lkw unbeladen. Schuld daran sind politische Entscheidungen und wirtschaftliche Interessen. Jedes online bestellte Paket muss so schnell wie möglich beim Kunden sein – und fährt unter Umständen in einem halbleeren Lkw von A nach B. Außerdem produziert die Wirtschaft inzwischen nach dem Just-in-Time-System: Zulieferteile werden direkt vor der Fertigung angeliefert. „Die Lager der Industrie sind auf die Straße verlegt worden und die rechte Autobahnspur ist jetzt die Lagerhalle. Das zahlen wir Steuerzahler, aber nicht die Unternehmen“, sagt Michael Cramer, Europaabgeordneter der Grünen. Billiger Diesel und osteuropäische Fahrer, die zu Dumping-Löhnen beschäftigt werden, machen Lkw-Transporte im Vergleich zur Alternative Bahn so günstig. Obendrein wird der Güterverkehr auf der Schiene immer wieder ausgebremst, weil Investitionen verschleppt werden. Beispiel: Adorf im tschechisch-deutschen Grenzgebiet. Weil am Grenzübergang auch die Elektrifizierung aufhört, läuft der Güterverkehr seit Jahren über die Straße und quer durch den Ort Adorf im Vogtland. Dass es anders geht, zeigt die Schweiz. Dort ist der Marktanteil für Güter auf der Schiene doppelt so hoch wie in Deutschland. Ergebnis einer konsequenten Verkehrspolitik – ohne Lobbyismus aus der Automobilindustrie.
 

paule27

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Ich hoffe, dass wir alle ein wenig Umweltfreundlicher werden und doch öfter mal zum Rad greifen!
 

Carrylard

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Da kann ich mich paule27 nur anschließen. Wie ich oben schon angekreuzt habe, versuche ich, alles nur Mögliche zu Fuß zu machen. Natürlich nicht kilometerweit. Aber ein Auto hab ich schon seit nunmehr 3 Jahren nicht mehr und es funktioniert trotzdem, irgendwie durchs Leben zu kommen.
 

FranzixDD

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DasAnwaltFranzi
In der Zukungt fahren wir nicht mehr. Dann werden wir gebeamt und so :D
 

betty520

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Ich denke stimmt mehr offentlich verehrsmittel für ein Land wie Deutschland ist ein gutes solution für weniger emitions von Transport. Aber für Länder das sind nicht so bevölkert man muss immer Auto benutzen denn Menschen leben nicht nahe beieinander. Zum beispiele ich komme aus Irland und es gibt nur gutes offentliche verkehrsmittel in Dublin. Das grund dafur ist es gibt nicht genug leute in anderen orten. Also für Irland es ist wichtig das wir können ein bestimmtes renewable energy quelle finden für sustainable Autos.
 

msnrr

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msnrr
Ich arbeite in der Automobilbranche und ich sehe die Elektromobilität bloß temporär als Lösung für die ganze Thematik.
Früher oder später werden wir entweder auf alternative Lösungen zurückgreifen oder die Art, wie wir uns derzeit bewegen (eigene Autos etc.) überdenken bzw. mehr auf Carsharing usw. gehen.
 

Noredien

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Noredien
Finde man sollte mehr auf öffentliche Verkehrsmittel setzen und die Radwege ausbauen. Zwar fände ich, dass Wasserstoff eine ganz gute Alternative als Antriebsstoff wäre bei den Autos, allerdings ist da auch viel Energie notwendig, die aufgebracht werden müsste, um den Wasserstoff herzustellen. Außerdem gibt es auch dann noch Energieverlust von ~30%.
 
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